Winterdienst rückt im Sommer aus

Streusalz und Kalk im Kampf gegen Straßenschäden

    Winterdienst rückt im Sommer aus

    Streusalz und Kalk im Kampf gegen Straßenschäden

    Um hitzebedingte Straßenschäden und potentielle Verkehrsunfälle zu vermeiden, haben die Bauhöfe in den Niederlanden und am Niederrhein ihre Streufahrzeuge auf die Straßen geschickt. Streusalz mitten im Sommer - ein ungewöhnlicher Anblick. Ausgerüstet mit dem MOBIDAT Telematik-System und einem Gemisch aus Streusalz und Kalk in den Silos, will man verhindern, dass der Straßenbelag Schaden nimmt. Kalk und Streusalz sollen die durch die Hitze entstandene Feuchtigkeit binden. Dadurch hofft man dem Schmelzen des Straßenbelags entgegen zu wirken. In Gelderland in den Niederlanden, setzt man nicht auf Kalk, sondern auf Salz. Dieses soll die Feuchtigkeit aus der Luft saugen und damit die Fahrbahn trocken halten.

    Üblicherweise schmilzt Asphalt erst ab einer Hitze von 160 bis 180 Grad. Doch ältere Beläge können schon bei Temperaturen zwischen 40 und 80 Grad weich werden. Der ADAC rät, schon ab einer Temperatur von 30 Grad langsamer und vorausschauender zu fahren.

    Auch das Entstehen sog. "Blow-Ups" ist bei diesen extremen Temperaturen denkbar. "Die auf älteren Strecken verbauten Betonplatten dehnen sich bei Hitze aus. Wenn die Platten aneinanderstoßen, entstehen starke Druckspannungen, die sich vor allem an Schwachstellen nicht mehr gleichmäßig verteilen können. Dadurch können sich die Betonplatten regelrecht aufstellen", heißt es seitens des ADAC Deutschland. Bereits in der Vergangenheit haben diese "Buckelpisten" zu folgenschweren Verkehrsunfällen geführt.

    Hier geht es zum Artikel von den Kollegen vom WDR.

    Die "Gütegemeinschaft Verkehrsflächen aus Beton e.V." hat einen interessanten Leitfaden zu diesem Thema veröffentlicht. Dieser kann hier als PDF heruntergeladen werden.

    (Quellen: ADAC Deutschland, Hitzeschaden "Velske, S., Mentlein, H.: Straßenbautechnik ",WDR, Fotorechte: WDR)



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